Dienstag, 22. Oktober 2013

Da wir uns nun schon so lange nicht mehr gemeldet haben kommt nun ein besonders langer Eintrag über eine besonders ereignisreiche Zeit.
Doch zuerst zur aktuellen Lage am Projekt. Wir freuen uns, die ehrenvolle Aufgabe übernommen zu haben, den staff members Grundkenntnisse über den Gebrauch von Computern zu vermitteln. Auf dem Lehrplan stehen Dinge, wie das Benutzen von Maus und Tastatur (ja, es mag seltsam klingen, aber für jemanden, der noch nie an einem Computer saß, ist das selbstverständlich absolutes Neuland), elementare Befehle und das MS Office Paket. Tatkräftig unterstützt werden wir dabei von George, der ausgebildeter Informatiklehrer ist und sich bereit erklärt hat, den theoretischen Teil zu übernehmen. Manchmal sind die Probleme, die entstehen für uns nicht vollkommen nachvollziehbar – eine Geduldprobe, die aber vor allem durch erste Fortschritte und Erfolge wirklich sehr viel Spaß macht.


Ziel ist es, dass zukünftig Registrierungsaufgaben, Protokolle etc. von jedem zuständigen Mitarbeiter erledigt werden kann. Um festzustellen ob alle einen gewissen Level erreicht haben hat George einen kleinen Test vorbereitet, der wohl diese Woche noch stattfinden soll.





Des Weiteren  durften wir vor etwa 2 Wochen einem Picknick am Lake Edward beiwohnen, welcher sich an der Grenze zum Kongo befindet. Alle Mitarbeiter von Give a Goat Africa fuhren zu einer schön gelegenen Anlage um dort zu essen, zu trinken und Volleyball zu spielen.
Nach einigen Matches entstand die Idee, man brauche ein Volleyballnetz am Projekt, ob das umgesetzt wird ist natürlich eine ganz andere Frage... Uns Freiwilligen würde es natürlich sehr freuen! :) Als es dann auf den Abend zuging wurde noch lange getanzt bis alle satt und glücklich nach Hause fuhren.







Nur einige Tage später, am 9. Oktober, war dann der ugandische Unabhängigkeitstag. Um diesen zu zelebrieren waren wir mit ein paar Freunden aus Kasese bei einem amerikanischen Freund eingeladen, der zusammen mit seinem Vater eine Safari Lodge im Queen Elizabeth Nationalpark aufbaut.  Nachmittags bekamen wir eine Exklusivsafari obendrauf, welche einen spannenden Einblick in die Flora und Fauna der afrikanischen Steppe gewährte. Löwen wollten sich allerdings an diesem Tag leider nicht zeigen. Einige von uns konnten jedoch einen Blick auf einen Leoparden erhaschen, welche noch seltener zu sehen sind. Anschließend ging es zur halbfertigen Safarilodge, die wunderschön an einem Kratersee liegt, an dem Wildtiere aller Art ihren Durst stillen. Dort erlebten wir den berühmten afrikanischen Sonnenuntergang in atemberaubender Kulisse. Eine bombastische Erfahrung!
Abends wurde dann gegrillt, amerikanisch- afrikanisches Barbecue, mit echten Burgern (!), Schwein, Ziege, Pommes und allerlei lokalen Beilagen – wirklich sehr lecker! Insgesamt ein sehr gelungener Tag, was nicht nur daran liegt, dass wir Amelie kennen gelernt haben, eine Deutsche, mit der sich Johanna sofort zum gemeinsamen Backen verabredet hat.
Zu guter Letzt waren wir dieses Wochenende das erste Mal in Fort Portal, etwa 2 Stunden vom Projekt entfernt. Nach dem „Chicken Friday“, einer neuentstandenen Tradition der Muzungus in Kasese (wir treffen uns jeden Freitag und 
essen Hühnchen), nahmen wir den

Bus am Samstagmorgen Richtung Norden. Fort Portal ist um einiges touristischer als Kasese, was unter anderem bedeutet, dass es sehr viel gutes internationales Essen wie zum Beispiel Pizza und richtigen Kaffee gibt. Das war für unsere an Posho und Matooke gewöhnte Mägen schon ein unvergesslicher Genuss!













Nachdem wir eine Unterkunft gefunden hatten, mieteten wir einen Wagen, mit dem es
dann in den Regenwald ging, wo Benon (einer unserer Freunde aus Kasese) eine Wanderroute für uns ausgesucht hatte. Mit einem Guide ging es dann zu einem Wasserfall, der beindruckender kaum hätte sein können.

Vor der Wanderung...
Nach einem mehr oder weniger beschwerlichen Abstieg nahmen dort also eine (sehr starke, kalte) Dusche, machten Fotos und machten uns dann auch schnell wieder auf den Heimweg, denn lauter Donner ließ nichts Gutes ahnen. Und tatsächlich ein paar Minuten später fing es an, aus allen Himmeln zu schütten, was den Rückweg auf dem schlammigen Trampelpfad den Berg hinauf nicht gerade leicht machte. Tatsächlich waren wir nach ein paar Minuten klitschnass und waren heilfroh als wir den Wagen erreichten.
...und danach
Der weitere Weg im Wagen war jedoch nicht weniger abenteuerlich, denn auch die beim Hinweg so staubige Lehmstraße hatte sich in ein einziges Schlammloch verwandelt. Für uns bedeutete das seitlich „durch die Gegend rutschen“, Aussteigen bei kritischen Passagen und 2-3mal schiebend das Auto aus besonders tiefen Schlammlöchern zu befreien.
Aber das war spaßiger, als es sich vielleicht anhört! 
Den Sonntag verbrachten wir dann noch gemütlich mit Einkaufen,  Sightseeing und (natürlich) die kulinarischen Köstlichkeiten Fort Portals genießend.
Das war’s erst mal wieder von uns, wir versuchen, uns so bald wie möglich wieder zu melden. Bis dahin eine schöne Zeit euch allen!

Beste Grüße von den Hobbyziegen Johanna & Jakob

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