Donnerstag, 8. August 2013



Neue Muzungus auf dem Ziegenhügel!


Liebe Ziegenfreunde,

hier nun das erste Lebenszeichen von uns neuen Freiwilligen! Wir, das sind Jakob und Johanna, sind nun schon seit fünf Tagen am Projekt und gewöhnen uns langsam an Land, Kultur und Leute.
Unsere Reise war Dank Emirates erstklassig, wir haben den Komfort der Business Class sehr genossen. Ein Luxus, den wir wohl so schnell nicht wieder erleben werden.
Nach einem sehr freundlichen Empfang am Flughafen durch Sylvester kamen wir auf der Fahrt von Entebbe nach Kampala in den vollen Genuss des ugandischen (Links-)Verkehrs zur Rush Hour.
Sylvesters Fahrkünste in allen Ehren – die chaotische Fahrweise der Ugander mit unnachvollziehbarem Geblinke, beidseitigem Überholen und völlige Ignoranz gegenüber den Geschwindigkeitsbegrenzungen und Fahrbahnmarkierungen bereitete uns doch ein etwas mulmiges Gefühl.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir gegen drei Uhr nachts den Projekthügel. Völlig fertig und übermüdet fielen wir erschöpft in unsere Betten.
Am nächsten Morgen wurden wir vom Staff und Carl-Gerold, der auch gerade für drei Wochen am Projekt ist, herzlichst empfangen. Besonders freuten wir uns, George wiederzusehen, den wir ja schon beim Ziegenwochenende kennen lernen durften. 

Die ersten Tage am Projekt nutzten wir, um das Projekt, die Mitarbeiter und die Umgebung kennen zu lernen. Es ist spannend, das alles mit eigenen Augen zu sehen, was wir bisher nur aus Erzählungen und Fotos kannten. Wir sind besonders große Fans der lokalen Küche. Süßkartoffeln, Matooke, Tomaten, Reis und Pocho entwickeln sich gerade zu unseren neuen Lieblingsgerichten. Kann aber gut sein, dass uns das nach ein paar Monaten auf den Geist geht…

Zwecks mangelnden Bargelds wagten wir am Montag die Fahrt nach Kasese mit Sylvesters leicht ramponiertem Auto. Dieses gab nämlich schon nach zwei Meter Fahrt das erste Mal den Geist auf. Mit guten Wünschen von Carl-Gerold machten wir uns dann aber doch auf den Weg und kamen auch tatsächlich heil in Kasese an. Wir machten uns auf den Weg zur Bank, das Auto kam in die Werkstatt. Die folgenden Stunden verbrachten wir damit, die vielen (Super-)Märkte Kaseses zu erkunden, ein paar Einkäufe zu erledigen und einige Hotels abzuchecken. Als das Auto nach fünf Stunden immer noch nicht fahrtüchtig war, machten wir uns selbst auf den Weg zur Werkstatt. Dort angekommen teilte man uns mit, dass das Auto gleich fertig sei. „Gleich“ bedeutete jedoch in diesem Fall eine erneute Wartezeit von mehr als zwei Stunden. Wir wollten schon in Jubel ausbrechen, als die Räder endlich wieder montiert wurden, doch: Zu früh gefreut! Nach einer kurzen Testfahrt wurde ein neuer Fehler festgestellt, an ein Weiterfahren war nicht zu denken. Deshalb wurde ein bereits total überfülltes Matatu organisiert, das uns schließlich zurückbrachte. 

So genießen wir die Zeit hier in Uganda, arbeiten uns ganz langsam in die einzelnen Bereiche von „Give a Goat“ ein und auch von fehlendem Wasser und Strom lassen wir uns die gute Laune nicht verderben. 

In diesem Sinne:
Bukyaghe und bis bald,
Jakob und Johanna




Jakob schließt neue Freundschaften

Beim Frühstück

Warten auf das Auto

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